Musiker legen sich mächtig ins Zeug

Markgräfler Tagblatt, 01.04.2019 - 17:27 Uhr


Andreas Ruch darf für sein Engagement den von Diana Ruch überreichten Vereinspokal endgültig behalten. Foto: Paul Berger

Schönau - Durchaus sehen lassen kann sich die Bilanz der Stadtmusik Schönau, wie die Berichte der Vorsitzenden Diana Ruch und von Schriftführer Andreas Ruch in der Jahreshauptversammlung belegten.

Mit 66 Anlässen, darunter 28 Auftritten sowie 38 Proben, haben sich die 56 Bläser im abgelaufenen Jahr wieder mächtig ins Zeug gelegt.

Rückblick

In seinem ausführlichen Bericht brachte Schriftführer Andreas Ruch das Jahresgeschehen noch einmal in Erinnerung. Ins Vereinsjahr gestartet war man mit der musikalischen Begleitung der närrischen Ereignisse. Zu einer festen Tradition geworden ist in Schönau das Maiwecken, bei dem die Musiker durchs Städtli ziehen, um anschließend zur Maiwanderung aufzubrechen. Das herausragende Ereignis im vergangenen Jahr war das glanzvolle Jahreskonzert in der voll besetzten Buchenbrandhalle.

Aus Anlass des 180-jährigen Bestehens der Stadtmusik Schönau wurden zahlreiche Musiker geehrt, darunter Dirigent Peter Lastein, der seit 25 Jahren erfolgreich an der Spitze steht. An einen weiteren Höhepunkt, ein Serenadenkonzert unter freiem Himmel in einer lauen Sommernacht, erinnerte die Vorsitzende Diana Ruch. Dabei habe man den Gästen auch zahlreiche Show-Effekte geboten.

Ebenfalls mit dabei war die Stadtmusik beim Sommerfest der Schönauer Vereine sowie beim Empfang der Gäste aus der französischen Partnerstadt Villersexel, beim Weinfest in Efringen-Kirchen und beim Weihnachtsmarkt. Begleitet haben die Musiker auch etliche kirchliche Anlässe wie die Erstkommunionkinder und die Fronleichnamsprozession. Für einen ansprechenden musikalischen Rahmen sorgten die Bläser bei der Abschiedsfeier von Pfarrer August Schuler. In angenehmer Erinnerung geblieben ist den Musikern ihr Ausflug nach Straßburg. Im vergangenen Jahr standen auch etliche private Anlässe wie Vermählungen, Jubiläen sowie runde Geburtstage von Musikern an. Einem Hochzeitspaar sind 17 Musiker zur kirchlichen Trauung sogar bis nach Mallorca gefolgt.

Verschiedenes

In ihrem Kassenbericht vermeldete Marina Kimmig dank einiger Spenden einen leichten Gewinn.

Derzeit zählt die Stadtmusik Schönau neben 56 aktiven Musikern auch 224 Passiv- sowie 24 Ehrenmitglieder.

Die – mit Blick auf die Datenschutz-Richtlinien – neu angepasste Vereinssatzung wurde mit großer Mehrheit gebilligt.

Ausblick

Einen vollen Terminkalender für 2019 kündigte Diana Ruch an. Zu den Terminen zählen ein Doppelkonzert in Todtnauberg am Ostersonntag, die Teilnahme am Kreistrachtenfest in Häg-Ehrsberg sowie ein Frühschoppenkonzert in Degerfelden und etliche Kurkonzerte. Das Jahreskonzert findet am 7. Dezember statt.

Ehrung

Für sein beispielhaftes Engagement als langjähriger Schriftführer und mehrfache Nummer Eins unter den Probenbesuchern (99,2 Prozent) wurde Andreas Ruch der Vereinspokal überreicht, den er behalten darf. Das nächste Mal gibt es eine Vitrine für die vielen Pokale, scherzte Diana Ruch, die mit 98,5 Prozent auf Platz zwei folgte.


Äußerst seltene Ehrung

Markgräfler Tagblatt, 05.12.2018 17:53 Uhr


Holger Gertz vom alemannischen Musikverband ehrte Josef Nutto für 70-jähriges Musizieren, Peter Lastein wurde nach 25 Jahren zum Ehrenmitglied ernannt, Timo Rümmele wurde für zwölf Jahre geehrt, Vorsitzende Diana Ruch führte die Vereinsehrungen durch (von links).Foto: Verena Wehrle

Schönau - Es sei einfach beeindruckend, was Josef Nutto die letzten sieben Jahrzehnte für die Stadtmusik Schönau getan hat, lobte Holger Gertz, der stellvertretende Präsident des Alemannischen Musikverbands, den „engagierten Vollblutmusiker“. Nutto habe den Verein wesentlich geprägt und könne stolz auf seine Ehrungshistorie zurückblicken.

„Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamanten, Jahreszahl und Ehrenbrief“

Diese bekam am Samstag beim Jahreskonzert ihr „Sahnehäubchen“ aufgesetzt. Denn Nutto wurde für 70-jährige Musikertätigkeit mit der „Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamanten, Jahreszahl und Ehrenbrief“ der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände ausgezeichnet. Es sei seine sehr seltene Ehrung, so Holger Gertz; bei der Stadtmusik Schönau kam sie zum ersten Mal vor.

Es folgte die vereinsinterne Ehrung durch die Vorsitzende Diana Ruch, die Nutto ebenfalls mit lobenden Worten bedachte. Er habe sich 40 Jahre als sehr guter Musiker auf dem Flügelhorn etabliert und spiele seit 27 Jahren die erste Stimme auf dem F-Horn. Von 1958 bis 2012 war er Vizedirigent des Vereins. Außerdem hat er über 50 Jahre lang viele junge Menschen zu Musikern ausgebildet und war auch 20 Jahre lang Dirigent der Jugendmusik. Gleichzeitig war er 21 Jahre lang Dirigent in Utzenfeld. Die Kameradschaftspflege und der Kontakt zu den Jungen halte Nutto jung, so Ruch. 2014 erhielt er die Bürgermedaille der Stadt für seine Verdienste in der Stadtmusik. „Du bist ein Vorbild-Musiker, wie er im Buche steht“, sagte Ruch und überreichte Josef Nutto eine Urkunde und ein Geschenk sowie einen Blumenstrauß an seine Ehefrau Resi.

Weitere Ehrungen

Dirigent Peter Lastein wurde anschließend für seine 25-jährige Tätigkeit zum Ehrenmitglied der Stadtmusik Schönau ernannt. Er schaffe es immer wieder, die Musiker zu Höchstleistungen zu animieren. Auch die Jugend liege ihm sehr am Herzen; 1995 übernahm er den Taktstock der Jugendkapelle. Er lasse ungewohnte, interessante Kompositionen spielen und pflege eine sehr professionelle Probearbeit, lobte Ruch den Dirigenten.

Timo Rümmele wurde für zwölfjährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Mit dieser Ehrung will die Stadtmusik die Aufmerksamkeit auf diejenigen Musiker richten, die sich auf halbem Weg zur Ehrenmitgliedschaft befinden. Rümmele war acht Jahre lang zweiter Vorsitzender und trug zur positiven Entwicklung der Jugendmusik bei.

Den Geehrten spielte die Stadtmusik den Ehrenmarsch „Alte Kameraden“.


Serenadenkonzert im Mai geplant

Markgräfler Tagblatt, 05.03.2018 17:02 Uhr

Vorsitzende Diana Ruch mit den neuen Aktivmusikern Tabea Kaiser, Rosalie Römer, Tim Wetzel, Alina Wetzel und Dirigent Peter Lastein. Foto: zVg

Schönau. Die Stadtmusik blickte bei ihrer 180. Generalversammlung auf ein erfolgreiches und sehr aktives Vereinsjahr mit insgesamt 74 Terminen zurück. Dirigent Peter Lastein zeigte sich mehr als zufrieden mit seinen Musikanten im 54-köpfigen Orchester und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft.

Rückblick

Insgesamt hatte die Stadtmusik 74 Termine zu absolvieren, darunter 32 öffentliche Anlässe und 42 Proben. Neben dem Jahreskonzert im Dezember gab es im vergangenen Jahr einen weiteren Höhepunkt: Das Dreistädtekonzert mit Zell und Todtnau, das im Juli im Rahmen des 170-jährigen Jubiläums der Stadtmusik Todtnau stattfand.

Auch der Wettergott meinte es im letzten Jahr gut mit der Stadtmusik, und so konnten beim Straßenfest im Juni an beiden Tagen volle Festbänke und zahlreiche glückliche Besucher verzeichnet werden. Auch erinnerte Schriftführer Andreas Ruch an die kameradschaftlichen Highlights wie das Gaudischießen im Schützenhaus Tunau und den Ausflug ans Stuttgarter Frühlingsfest.

Kassiererin Marina Kimmig berichtete von einer gut gefüllten Vereinskasse und Dirigent Peter Lastein freute sich über die große Bereitschaft seiner Musiker für die vielen Proben und Anlässe und die gute Stimmung innerhalb des Vereines.

Ehrung und Neumitglieder

Vorsitzende Diana Ruch ehrte die fleißigsten Teilnehmer an Proben und Anlässen. Andreas Ruch, der zu 98,6 Prozent anwesend war, konnte auch in diesem Jahr den Pokal mit nach Hause nehmen. Weiterhin freute sie sich, vier junge Musiker in den Reihen der Aktiven begrüßen zu dürfen.

Ausblick

Als besonderes Highlight im 180. Jahr des Stadtmusik-Bestehens ist ein Serenadenkonzert geplant, das am 12. Mai unter freiem Himmel im Buchenbrändle stattfindet. Weiterhin stehen das Straßenfest im Juni, die Teilnahme am Schönauer Sommerfest sowie das Jahreskonzert im Dezember auf dem Programm.


Klangbild einer Urzeit-Katastrophe

Markgräfler Tagblatt, 03.12.2017 17:11 Uhr

Von Heiner Fabry


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Auch die Schönauer Jugendmusik überzeugte bei ihrem Auftritt.

Eine mitreißende musikalische Reise von untergegangenen Kontinenten ins unbekannte Weltall bis hin zur märchenhaften Unterwasserwelt präsentierten Stadtkapellmeister Peter Lastein und die Musiker der Stadtmusik Schönau den zahlreichen Gästen am Samstag in der Buchenbrandhalle.

Spannende Arrangements, viel Spielwitz und ein professioneller Vortrag der Musiker machten das Jahreskonzert zu einem Ereignis, das vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Traditionell begann die Jugendmusik Schönau den Konzertabend mit ihrem Auftritt. Mit „Into the Storm“ schufen die Jungmusiker ein musikalisches Erinnerungsgemälde an den „Jahrhundertsturm 1993“, der weite Teile der USA tagelang mit eisigen Temperaturen und unvorstellbaren Schneemassen überzogen hatte. Die Jugendmusik machte die wilden Stürme, die Lähmung, in die viele Menschen gezwungen wurden, aber auch die wohlige Wärme am heimischen Kamin fast physisch spürbar. Ein wahrer Beifallssturm des Publikums dankte den Musikern und ihrem Dirigenten für dieses musikalische Meisterstück. Mit einem zweiten Titel – „The Simpsons“ – verabschiedeten sich die Jungmusiker von der Bühne, nicht ohne sich vorher noch mit einer schwungvollen Zugabe bei den Gästen bedankt zu haben.

Das Programm des Aktivorchesters – kundig und humorvoll vorgestellt von Yvonne Fiedler – begann mit einer Ballettmusik zu Goethes Faust, die die ganze Dramatik der Handlung um das verführte und schuldig gewordene Gretchen und ihre göttliche Erlösung hör- und spürbar werden ließ. In dem folgenden „Against all Odds“ von Phil Collins gab der Stadtkapellmeister der jungen Saxophonistin Carina Ruch Raum, die mit einem fantastischen Solo die Herzen der Zuhörer eroberte.

Mit zwei weiteren anspruchsvollen Kompositionen entführte die Stadtmusik ihre Gäste in mythische Welten. „At the Break of Gondwana“ beschrieb die urzeitliche Katastrophe, als der Kontinent Gondwana in die Kontinente Afrika, Südamerika und Ostasien zerbrach. Eine spannungsgeladene Musik mit starken Schlagzeugeinlagen stellte diese kosmische Katastrophe in exzellenten Registereinsätzen vor. Gleich darauf folgte eine Fanfare, die den Flug in die unbekannten Weiten des Alls musikalisch interpretierte.

Im zweiten Teil des Konzerts setzte Peter Lastein mehr auf den gängigen Publikumsgeschmack mit schmissigen und mitreißenden Titeln. Mit einem „Alles Gute“ (All the Best von Otto M. Schwarz) – einer Auftragsarbeit für den Musikverein Rickenbach – ließ der Stadtkapellmeister ein Glanzstück der Blasmusik erklingen. Und mit einem Potpourri aus den Melodien des Musikfilms „Little Mermaid“ eroberte die Stadtmusik sicher die Herzen aller Musikliebhaber, wenn das zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst geschehen war.

Mit dem Latino-Titel „Carioca“ (Flying down to Rio) und dem Konzert-Marsch „Take off 2“ setzte die Stadtmusik zwei fetzige Titel als überzeugende Schlusspunkte des Programms. Der ehrliche Dank der Musiker an ihren Dirigenten wurde vom Publikum mit lautstarkem und begeistertem Applaus begleitet.


Spielfreudige Nachwuchsensembles

Markgräfler Tagblatt, 02.10.2017 00:00 Uhr

Es hat sich schon fest etabliert im Auftrittskalender der Jugendmusiken von Schönau, Wieden und Geschwend, das Triple-Konzert, das am vergangenen Samstag zum dritten Mal stattfand.

Schönau. „Die Jugendmusiken haben im Verlauf des Jahres nicht so viele Auftritte. Deshalb freuen wir uns immer besonders, wenn wir miteinander musizieren und gemeinsam feiern können“, erklärte Alexander Schlachta, der neue Vorsitzende der Jugendmusik Schönau in seiner Begrüßung.

Überhaupt war es so etwas wie eine Premiere, denn die Jugendkapelle Wieden wie auch die Bläserjugend aus Geschwend traten mit neuen Dirigenten an. Simon Behringer aus Wieden und Eric Parg aus Geschwend stellten sich mit ihren Formationen kraftvoll, originell und viel Spielwitz vor, und erhielten vom Publikum und von ihren Musikerfreunden viel begeisterten und herzlichen Applaus.

Die Jugendmusik Schönau unter der bewährten Leitung von Stadtkapellmeister Peter Lastein setzte kraftvoll ein mit dem Stück „Propulsion“ von Robert Buckley, bei dem die im Titel vorgegebene Antriebskraft deutlich spürbar wurde. Im folgenden Titel „How to train your dragon“ überraschten die Musiker mit schönen, von den Flöten eingebrachten keltischen Einlagen, die dem Stück einen besonderen Reiz verliehen. Mit den folgenden „Klassikern“ „Welcome to the Jungle“ und „All about that Bass“ machte die Jugendmusik einen überzeugenden Ausflug in die Welt des Rock, der beim Publikum großen Beifall fand. Mit Funk-Stücken wie Stevie Wonders „Superstition“ und „Uptown Funk“ klang der Auftritt der Jugendmusik Schönau voller Groove aus. Als Zugabe kündigte der Stadtkapellmeister ein „Oh jeh“ an. Es handelte sich um Carlos Santanas „Oye como va“, das mit viel Swing und Drive den würdigen Abschluss eines formidable Auftritts bildete.

Für ihren Auftritt hatte die Jugendkapelle Wieden, die seit dem April vergangenen Jahres von Simon Behringer dirigiert wird, ein Programm zusammengestellt, das voll auf die Spielfreude und den Enthusiasmus der jungen Musiker ausgerichtet war. Mit dem fetzigen Start mit Ozzy Osbournes „Crazy Train“ legte der junge Dirigent einen Schwung vor, bei dem Simon Behringer die Klangkraft seines 30-köpfigen Ensembles bestens zur Geltung brachte. Bei einem großartigen Disney-Medley oder dem Rock`n` Roll-Titel „Shut up and Dance“ erreichte die Jugendkapelle durchaus Big-Band Qualitäten. Als Zugabe, die lautstark gefordert wurde, präsentierten die Wiedener Jungmusiker „Maniac“ und wurden vom Publikum lautstark gefeiert.

Die Bläserjugend des Musikvereins Geschwend trat mit ihrem neuen Dirigenten Eric Parg an. Die Sprecherin der Bläserjugend dankte dem neuen Dirigenten, der die musikalische Leitung der Bläserjugend übernommen und in nur fünf Proben das neue Programm einstudiert hatte. Die 20-köpfige Bläserjugend, die drei der zwölf Zöglinge in das Orchester integriert hatte, hinterließ dank der Geschlossenheit des Klangs und der Sicherheit der Interpretation einen starken Eindruck. Mit der Fanfare „Te Deum“ von Carpentier hatte die Bläserjugend einen klassischen Einstieg gewählt. Mit dem folgenden Programm bewies Eric Parg mit seinem Orchester, dass er auch in der Jetztzeit bestens zu Hause ist. Mit Pop-Arrangements wie „Final Countdown“ und einem herrlichen „Cream of Clapton“ spielte die Bläserjugend frisch und musikalisch kompakt auf und ließ bei manchen Passagen aufhorchen. Mit „Viva la vida“ als Zugabe klang ein beeindruckendes Konzert der Oberwiesentäler Jungmusiker aus. Es muss gesagt werden, diesem herrlichen Konzert hätte man mehr Besucher gewünscht.

 


Sonntagsbraten war bald ausverkauft

Markgräfler Tagblatt, 19.06.2017 23:05 Uhr


Die Trachtenkapelle Häg-Ehrsberg sorgte für beste Unterhaltung beim Straßenfest in Schönau. 
 
Foto: Verena Wehrle Foto: Markgräfler Tagblatt

Die Trachtenkapelle Häg-Ehrsberg sorgte für beste Unterhaltung beim Straßenfest in Schönau. Foto: Verena Wehrle

Die Schönauer Stadtmusik hatte am Wochenende wieder zu ihrem Straßenfest eingeladen und hatte in diesem Jahr mehr als Glück mit dem Wetter. Der Besucherzuspruch war enorm.

Schönau (vw). Schon beim Auftakt am Samstag waren zu den Klängen der Jugendmusik Schönau und des Musikvereins Dossenbach fast alle Plätze besetzt, ähnlich wie beim anschließenden Stimmungsmacher, dem Auftritt der Zäpfle-Brüder.

Am Sonntag startete das Festprogramm mit dem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Hochdorf. Und an diesem Tag konnten sich die Gastgeber erneut mit dem Besuch des Festes glücklich schätzen. Denn nicht nur der Sonntagsbraten war bald ausverkauft, es gab auch schon früh keine Lose mehr für die Tombola zu kaufen. „Alle weg“ hieß es am frühen Nachmittag.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten am Nachmittag die Trachtenkapelle Häg-Ehrsberg und der Musikverein Rohmatt. Das Tanzbein schwangen die Kleinen der Kindertrachtengruppe Todtnauberg – es war schön anzusehen, wie sie zu traditionellen Stücken, aber auch zu modernen Liedern auf der Bühne herumwirbelten. Für die kleinen Besucher des Fests wurde eine Hüpfburg aufgestellt. Und auch künftige Nachwuchsmusiker suchte die Stadtmusik und integrierte ihre Instrumentenvorstellung ins Festgeschehen – so konnten kleine Musikfreunde in der Aula des Gymnasiums herausfinden, welches Instrument am besten zu ihnen passt.

Auf dem Rathausplatz war übers ganze Wochenende zur Freude der Stadtmusik jede Menge los. Denn um das Fest zu organisieren, ist ein hoher Aufwand nötig. Neben einer großen Auswahl an warmen Speisen gab es auch ein Kaffee- und Kuchenzelt, einen Bier- und Weinbrunnen sowie eine Cocktail-Bar. Somit waren die Besucher bestens versorgt.


Von der Oper zur Polka

Markgräfler Tagblatt, 04.12.2016 23:59 Uhr

Große Spielfreude und Können zeigten die Schönauer Musiker am Samstag in der Buchenbrandhalle. 
Foto: Heiner Fabry Foto: Markgräfler Tagblatt

Große Spielfreude und Können zeigten die Schönauer Musiker am Samstag in der Buchenbrandhalle. Foto: Heiner Fabry

Stadtkapellmeister Peter Lastein stellt bei den Jahreskonzerten der Stadtmusik Schönau nicht die übliche „Hitparade der Blasmusik“ vor, sondern wählt anspruchsvolle Titel aus, die nicht dem gängigen Repertoire angehören. So war auch beim Jahreskonzert am Samstag wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Schönau (hf). Mit den Titeln, die von den Musikerinnen und Musikern mit Bravour und großer Spielfreude vorgetragen wurden, wurde erneut musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau präsentiert. Es war wieder ein Jahreskonzert abseits des „Mainstreams“, in dem sich häufig die Orchester der „volkstümlichen Blasmusik“ bewegen. Schon der Auftakt des Konzerts mit der Ouvertüre zu Rossinis „Wilhelm Tell“ war in diesem Sinne Programm. Die Stadtmusik spielte die Ouvertüre souverän und mit viel Gefühl für die musikalischen Nuancen des großen Schweizer Nationalmythos, der für das reifste Werk Rossinis gelten darf. Auch das folgende viersätzige Werk über Noahs Arche (Noah’s Ark von Bert Appermont) führte überzeugend die musikalische Kompetenz aller Register vor das Gehör. Nach diesem ersten, eher konzertanten Teil des Konzerts, schlugen die Musiker im zweiten Teil die mehr unterhaltsamen Töne an, ohne allerdings ihren hohen Anspruch aufzugeben. „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima war eine erfrischende, schwungvolle Session voller Dixie- und Swingelemente, die frischen Wind durch die Buchenbrandhalle wehen ließ. Gleich darauf malte die Stadtmusik musikalisch die traurig-schöne Legende der liebenden Sterngötter Vega und Altair in den Raum, die sich nur einmal im Jahr, nämlich am 7. Juli, sehen dürfen. In der Schlusssequenz des Konzerts widmete sich die Stadtmusik wieder mehr Elementen aus der Volksmusik. Mit „Conga del Fuego Nuevo“ erklang ein temperamentvoller kubanischer Volkstanz von Arturo Marquez, und bei dem abschließenden „Zwei Mexikaner in Böhmen“ boten Johannes Kiefer und Andreas Wetzel an den Trompeten mitreißende Soli bei einer Polka mit eindrücklichen Swingpassagen. Das Publikum war restlos begeistert und ließ die Musiker erst nach einigen Zugaben zur Erfrischung an die Bar. Die Jungendmusik hatte die Eröffnung des Abends bestritten. Unter Leitung von Stadtkapellmeister Peter Lastein überzeugten die Jungmusiker mit den „Songs of Africa“ und einem schmissigen „Here we go“. Als Zugabe schenkten die Jungmusiker ihrem Publikum „Fun, Fun, Fun“ von den Beach Boys. Jugendmusik-Vorsitzender Fabian Steinebrunner freute sich, zum Ende des Auftritts dem Jugendmusik-Mitglied Alina Wetzel zum bestandenen Leistungsabzeichen in Bronze und Theresa Laile, Julian Ruch und Alexandra Schlachta zum bestandenen Leistungsabzeichen in Silber herzlich gratulieren zu können. n Im Rahmen des Jahreskonzerts wurden langjährige Mitglieder geehrt.


Für langjährige Treue geehrt

Markgräfler Tagblatt, 04.12.2016 23:56 UhrSchönau (hf). „Ein Jahreskonzert ist immer der würdige Anlass, um langjährige treue und verdienstvolle Mitglieder zu ehren“, erklärte Vorsitzender Andreas Kiefer beim Jahreskonzert der Stadtmusik Schönau. Die Verbandsehrungen nahm Hans Peter Kummerer, Bezirksvorstand des Alemannischen Blasmusikverbands, vor. Für 25-jährige Tätigkeit als Dirigent erhielt Peter Lastein die Silberne Verdienstnadel des Bundes deutscher Blasmusikverbände (BDB). Peter Lastein ist seit 1993 Dirigent der Stadtmusik Schönau. „Stadtkapellmeister Peter Lastein hat die Stadtmusik in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Niveau geführt“, hieß es in der Laudatio von Hans Peter Kummerer. Seit 1995 ist Peter Lastein auch Dirigent der Jugendmusik. Rainer Ruch, Ehrenmitglied der Stadtmusik Schönau, wurde für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Stadtmusik mit der Goldenen Ehrennadel des BDB ausgezeichnet. In seiner Zeit in der Stadtmusik gehörte Rainer Ruch 33 Jahre dem Vorstand an, dessen Vorsitzender er von 1978 bis 1984 und von 1987 bis 1993 war. „In all seinen Positionen verdiente sich Rainer höchsten Respekt und Anerkennung“, hieß es in der Laudatio. Für 40 Jahre aktives Musizieren in der Stadtmusik Schönau wurden Marlene Loritz, Andreas Wetzel und Jürgen Adam mit der Goldenen Ehrennadel des BDB ausgezeichnet. Marlene Loritz war im Jahre 1976 die erste Frau in der Stadtmusik Schönau. Dem Vorstand gehörte sie neun Jahre lang an. Im Jahr 2001 erhielt sie die Silberne Ehrennadel des AMV und wurde von der Stadtmusik zum Ehrenmitglied ernannt. Auch Andreas Wetzel war während neun Jahren als zweiter Vorsitzender in der Vorstandschaft der Stadtmusik verantwortlich tätig. Jürgen Adam begann vor 40 Jahren auf der Klarinette und wechselte später zum Saxophon. Die Stadtmusik Schönau selbst ehrte Ramona Kiefer, Yvonne Fiedel und Stephanie Behringer „auf dem halben Weg zur Ehrenmitgliedschaft“ für zwölf Jahre Mitgliedschaft mit einer besonderen Urkunde.


Alle Gäste bestens versorgt

Markgräfler Tagblatt, 29.07.2016 00:00 Uhr

Sämtliche Grillstationen wurden vom Cateringteam der Stadtmusik um die Mittagszeit unter „Volldampf“ gesetzt. 
Foto: R. Hölzle Foto: Markgräfler Tagblatt

Schönau (hr). Zu einem Grillhock auf dem Rathausplatz hatte am Sonntag die Jugend- und Stadtmusik eingeladen. Nachdem der Termin beim Straßenfest der Stadtmusik in diesem Jahr der Witterung zum Opfer gefallen war, fand das Fest jetzt in einem etwas kleineren Rahmen statt. Und beim neuerlichen Festtermin konnten Regen- gegen Sonnenschirme getauscht werden, so dass, wer am Sonntag ein sommerliches Festvergnügen im Schatten genießen wollte, bei den Musikern gut aufgehoben war. Zur Unterhaltung der Gäste spielte am Vormittag der Fanfarenzug Schönau. Im Anschluss warteten die Belchenmusikanten, eine Abordnung der Stadtmusik, mit Potpourris bekannter Melodien auf. Mit Steaks und Kartoffelsalat, Grillwürsten, Kaffee und Kuchen sowie diversen Getränken sorgten die Gastgeber dafür, dass die hungrigen und durstigen Gäste bestens versorgt wurden. Zum Abschluss des Hocks lockte die Verlosung der Tombola, die für das Straßenfest geplant war. Der Hauptpreis in Form eines Reisegutscheins fiel an Ilse und Josef Kiefer aus Schönau.


Nachwuchs bereitet große Freude

Markgräfler Tagblatt, 17.03.2016 00:00 Uhr

Die beiden ehemaligen Zöglinge Rosalie Römer und Tabea Kaiser mit Dirigent Peter Lastein und dem Vorsitzenden Fabian Steine-brunner (von links). Die zehnjährigen Mädchen schafften nach der Zöglingszeit bereits jetzt den Sprung in die Jugendmusik Schönau. Foto: Michael Maldacker Foto: Markgräfler Tagblatt

Die beiden ehemaligen Zöglinge Rosalie Römer und Tabea Kaiser mit Dirigent Peter Lastein und dem Vorsitzenden Fabian Steine-brunner (von links). Die zehnjährigen Mädchen schafften nach der Zöglingszeit bereits jetzt den Sprung in die Jugendmusik Schönau. Foto: Michael Maldacker

Schönau (mm). Höchste Töne erklingen ließ Stadtkapellmeister Peter Lastein in der Mitgliederversammlung der Jugendmusik Schönau im Gasthof „Vier Löwen“, als er die Leistungen der Jungmusiker ausführlich lobte. „Es erfüllt mich mit Freude zu erleben, wie Ihr zeigt, was Ihr gelernt habt“, rief Lastein den Jugendlichen in der Versammlung zu. „Das ist nicht einfach das Spielen von ein paar Stücken, sondern da ist inzwischen ein schönes Konzept sichtbar“, lobte der Dirigent, der ein weitergehendes Lob an die erst zehnjährigen Tabea Kaiser und Rosalie Römer richtete. Deren Leistung an ihren Instrumenten sei für ihr Alter „außergewöhnlich“, so dass sie schon jetzt nach Übungen als Zöglinge beim Jugendorchester mitmusizieren dürften. Einen Dank für die Leistung des Dirigenten, der auch die Schönauer Stadtmusik leitet, wiederum äußerte Jugendmusik-Vorsitzender Fabian Steinebrunner an diesem Abend. Außerdem ehrte Steinebrunner die fleißigsten Teilnehmer an Proben und Auftritten. Theresa Laile hatte im vergangenen Jahr nur einmal gefehlt, Julian Ruch zweimal und Johannes Ruch dreimal. Das Gesamtprogramm des vergangenen Jahres trug in der Runde Schriftführer Andreas Ruch vor. 28 Anlässe waren zu absolvieren gewesen, darunter acht Auftritte. Höhepunkt waren neben den Straßenumzügen an Fasnacht der Auftritt am Straßenfest der Stadtmusik und die selbstständigen Kurkonzerte in der Talstraße. Beim 25. Jubiläum der Jugendkapelle Wieden spielte man zu einem Doppelkonzert auf und erfreute die zahlreichen Zuhörer, so Andreas Ruch. Das Jahreskonzert in der Buchenbrandhalle und das Jugendvorspiel im Bürgersaal rundeten das Jahr ab. Im Kassenbericht von Stephanie Behringer wurde eine stabile Kassenlage deutlich, wobei auch eine Hurstaktion der jungen Leute Geld in die Kasse des Vereins spülte. Die Kassenprüfer Manuel Seger und Tobias Behringer lobten die Kassiererin. „Alles perfekt geordnet“, urteilte Seger. Der Vorstand, zu dem neben Steinebrunner, Ruch und Behringer auch der zweite Vorsitzende Timo Rümmele gehört, wurde von der Versammlung entlastet. Abschließend dankte Bürgermeister Peter Schelshorn der Jugendmusik im Namen der Stadt für ihr Engagement.